Sonntag, 14. Juli 2019

Vincent Voss (Interview)

Michael Schmidt: Es ist Marburg Con, dicht gedrängt finden sich Bücherzombies, Buchstabenghouls und Illustrationsvampire. Mitten drin steht die Helene Fischer des Horrors und dreht sich rum. In welches Gesicht schaut ein Besucher?

Vincent Voss: In das freundlich lächelnde Gesicht eines Soziopathen.

Michael Schmidt: Infiltriert ist…

Montag, 1. Juli 2019

Die Gewinner des Locus Award 2019

Die Gewinner der diesjährigen Locus Awards, ermittelt durch die Leser des gleichnamigen Magazins, wurden am Wochenende bekanntgegeben:

Bester Science-Fiction-Roman: "The Calculating Stars", Mary Robinette Kowal
Bester Fantasy-Roman: "Das kalte Reich des Silbers", Naomi Novik
Bester Horror-Roman: 
Paul Trembley - Das Haus am Ende der Welt (Heyne)
Bester Debüt-Roman: "Trail of Lightning", Rebecca Roanhorse 
Bestes Jugendbuch: "Dread Nation", Justina Ireland

Die komplette Liste der Gewinner ist hier zu finden.
https://locusmag.com/2019/06/2019-locus-awards-winners/

Sonntag, 30. Juni 2019

Vincent Preis 2019

Die Wahl des Vincent Preis 2019 startet am 1.10.2019. Ab diesem Datum können Stimmen abgegeben werden.
Ziel ist es die Horrorgemeinde zu aktivieren, um in den diversen Kategorien die "Besten" zu küren. Vorbild ist da ein wenig der Hugo Award, bei dem ein Fachpublikum aus Autoren, Graphikern,Verlegern, Journalisten und Lesern abstimmt und dabei die herausragenden Werke des Jahrgangs auszeichnet.
Da bei vielen Massenvotings nicht immer klar ist, ob abstimmende Personen existieren oder das jeweilige Werk überhaupt näher kennen, wird wieder wie in der Anfangszeit des Vincent Preis der Schwerpunkt der Abstimmung ins Phantastik-Literatur Forum gelegt, die Regeln des VP finden sich hier:
Regeln des Vincent Preis
Stimmen, die nicht den Regeln entsprechen, werden konsequent nicht berücksichtigt.

Fehlende Werke einfach nennen, die werden nach Prüfung der Liste zugefügt.

Es wird sich vorbehalten, in Kategorien, in denen zu wenig Stimmen abgegeben werden, die Kategorie für die Endrunde auszuschließen bzw. die Nominierungslisten entsprechend zu kürzen.
In jeder Kategorie können drei Stimmen abgegeben werden, bei den Kurzgeschichten sind sogar 5 Stimmen möglich. Es dürfen natürlich auch weniger Stimmen abgegeben werden und es besteht auch keinerlei Pflicht, in jeder Kategorie abzustimmen.

Die Nominierungsrunde läuft bis zum 1. März 2020!

Die diesjährige Vincent Preis Urkunde ist von Detlef Klewer.

Hier die Kategorien des Vincent Preis 2018 (Bei den Kategorien sind Links hinterlegt, die zur bisherigen Auflistung führen):

Bester Roman national
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Bestes Internationales Literaturwerk
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Beste Kurzgeschichte
Zur Liste

1.Platz= 5 Punkte
2.Platz= 4 Punkte
3.Platz= 3 Punkte
4.Platz= 2 Punkte
5.Platz= 1 Punkte

Beste Anthologie/Magazin/Sekundärwerk
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Beste Storysammlung
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Beste Horror-Grafik
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Sonderpreis
Zur Liste

1.Platz= 3 Punkte
2.Platz= 2 Punkte
3.Platz= 1 Punkt

Donnerstag, 27. Juni 2019

Horror Verlage

Sie sprießen wie Unkraut aus dem Boden, die Self Publisher. Aber auch bei den Verlagen gibt es unzählige. Wir sammeln euer Vorschläge, welche der Verlage oder auch SP ihr als relevant für die Genres Horror und unheimliche Phantastik findet.

Hier die entstehende Liste:
Amrun
Bastei
Blitz Verlag
Eldur Verlag
Festa Verlag
Goblin Press
Hammer Boox
Heyne
Lindenstruth
Luzifer Verlag
Nighttrain/Whitetrain
Papierverzierer Verlag
Qindie
Redrum
Romantruhe
Shadodex - Verlag der Schatten
Torsten Low
Twilight Line
Zaubermond
Zwielicht

Horror Grafik 2019

Die Liste mit Horror Grafiken deutschsprachiger Künstler. Stellvertretend der Link zum Produkt.

Azrael ap Cwanderay - Showdown in Courage (Hammer Boox)
Björn Ian Craig - Zwielicht 13
Farina Fröde - Krasse Kurze
Mark Freier - Das raunende Wrack
Mark Freier - Die Inquisitorin
Markus Lawo - Abartige Geschichten - Asylum
Michael Hutter - Quo vadis, Armageddon?
Stefan Hübsch - Basement Tale Vol.3 

Mittwoch, 26. Juni 2019

Andreas Grubers Todesfrist auf Sat1

Der dreifache Vincent Preisträger Andreas Gruber schreibt seit 2013 an der Reihe Todesfrist. Aktuell ist eine Adaption als TV Serie in Arbeit.

Die Meldung findet sich hier:
Eine neue Krimireihe mit dem Arbeitstitel "Todesfrist" startet ebenfalls im Herbst. Die Fälle basieren auf den Romanen des österreichischen Bestsellerautors Andreas Gruber. Josefine Preuß übernimmt die Hauptrolle der Kommissarin Sabine Nemez, die eine Mordserie aufklären muss.

Das Buch findet sich u.a. hier:
Andreas Gruber - Todesfrist

Seine Geschichtensammlung Ghost-Writer findet sich in der Schauerliste Juli wieder.

Die Schauerliste Juli 2019

An dieser Stelle wollen wir regelmäßig beachtenswerte Werke des Genres Horror und unheimliche Phantastik präsentieren. Diese Schauerliste hat keine Vorgaben, es werden Neuerscheinungen ebenso wie Klassiker, aber auch Youngtimer, also Geschichten, die weder alt noch neu sind, berücksichtigt. Auch ist es völlig egal, ob es sich um lange oder kurze Romane oder Geschichtensammlungen handelt. Renommierte Verlage, Autoren und Kritiker nennen uns ihre Favoriten, und wir geben ihnen hier eine Plattform. 
Unsere Liste Juli 2019 präsentiert fünf herausragende Werke, und wir wünschen Ihnen eine gruselige Lektüre.


Andreas Gruber, Ghost-Writer. (Luzifer 2018, Shayol 2011)
Diesmal entführt Andreas Gruber Sie mit seinen Horrorgeschichten in das Leipzig des Jahres 1840, nach New Orleans um 1908 und in das Wien des Jahres 1945.
Wir treffen auf elektronische Spinnen, einen krimineller Zahnarzt, einen verrückter Erfinder in einem Kellerlabor und ein ungewöhnliches Brüderpaar, das an einer seltenen Krankheit leidet.
Erfahren Sie mehr über einen erschreckenden archäologischen Fund bei Athen, eine Lovecraft-Hommage über die Miskatonic-Universität in Arkham, sowie eine teuflische Weihnachtsgeschichte direkt aus der Hölle.
Und freuen Sie sich nicht zuletzt auf ein Wiedersehen mit Edgar Allan Poe und Jack the Ripper.
Diese Kurzgeschichtensammlung ist erstmals 2011 im Shayol Verlag erschienen. In der Luzifer-Ausgabe, die Teil einer Gesamtausgabe aller Kurzgeschichten von Andreas Gruber ist,  hat es ein paar Veränderungen gegeben. Die Zahl der Geschichten hat sich von 20 auf 19 geändert. Zwei der Storys ("Wir vom Sicherheitsdienst" und "Sonntag morgen unter dem Viadukt") sind nicht mehr dabei. Dafür ist mit "Welt aus den Fugen" eine neue Geschichte aufgenommen worden. Die übrigen Storys erschienen erstmals zwischen 2001 bis 2011.
Inhaltlich gibt es in diesem ein breites Spektrum. Darunter fallen auch drei Vampir-Geschichten. Es geht aber auch um Organspende, Pauschaltourismus, das Ende des Zweiten Weltkrieges, Archäologie und einen Mann mit verschiedenen Persönlichkeiten. Dazu kommen jeweils eine Hommage an H.P. Lovecraft und an Edgar Allan Poe. Im Mittelpunkt steht aber "Der Puppenmacher von Leipzig", wo es darum geht, dass Menschen mit mechanischen Hilfsmitteln zu einer Art Puppen gemacht werden.
"Den besonderen Flair bezieht die Luzifer-Edition durch die vorgeschalteten informativen und oft auch launigen Vorworte von Andreas Gruber. Lobenswert finde ich auch die Ausweisung der bibliografischen Angaben zu den einzelnen Stories. Wer unheimliche Kurzgeschichten mag, sollte unbedingt zugreifen!"

Dienstag, 25. Juni 2019

Wolfgang Brunner - Scary Monsters

MOVIEDROME – Der größte Abenteuer-Vergnügungspark Deutschlands. Eine Gruppe Jugendlicher dringt um Mitternacht in den Park ein, um sich zu amüsieren. Zur selben Zeit landet eine außerirdische Spezies in der Nähe der Stadt. Die parasitären Aliens suchen nach Wirtskörpern, um zu überleben und verwandeln die besessenen Menschen in Zombies. Schon bald sehen sich die Jugendlichen einer unglaublichen Gefahr gegenüber, denn die Außerirdischen dringen in die Gehirne ihrer Wirtskörper ein und lösen deren größte Ängste aus. Was Ready Player One für die Science-Fiction-Fans und Gamer der Achtzigerjahre ist, findet in Scary Monsters sein Pendant in Sachen Horror. Noch nie hat ein nostalgischer Blick in die Welt der Horrorfilme aus den Achtziger-, Neunziger- und Zweitausenderjahren so viel Spaß gemacht.

Sonderpreis 2019

Hier die Vorschläge für den Sonderpreis 2019 des Vincent Preis:

Friedrich Tenkrat alias A.F. Morland für seine Serie Tony Ballard


Joachim Körber und Edition Phantasia für viele Jahre besondere Bücher der Phantastischen Literatur


Tobias Reckermann für die Förderung junger Phantastik-AutorInnen mit seiner Verlagsplattform White Train und Pflege des kaum präsenten Genres Weird Fiction im Deutschsprachigen Raum durch Publikationen hiesiger AutorInnen und Erstübersetzungen wertvoller Geschichten aus Übersee.

Olaf Buchheim für den Buchheim Verlag und Cemtery Dance Germany

Dirk Bützer für sein tatkräftiges Engagement in der Phantastik-Szene, seine Förderung der Phantastik-Literatur durch sein Interesse an Neuerscheinungen und sein großes Wissen über Phantastik-Bücher.



Die bisherigen Vincent Preisträger in dieser Kategorie sind nicht wählbar.

Das sind diese hier:
2018  Jason Dark für sein Lebenswerk, vor allem seine Serie John Sinclair
2017 Torsten Low
2016 Horror-Forum
2015 Team des Marburg-Con – für die langjährige Arbeit für das Fandom
2014 H.R. Giger für sein Lebenswerk
2013 Bernd Rothe für verlegerische Tätigkeiten
2012 Jörg Kleudgen für Goblin Press, Förderung junger Autoren und die Literaturseiten in den Musikmagazinen Gothic & Gothic grimoire
2011 Alisha Bionda für die Förderung junger Autoren und der phantastischen Literatur im Allgemeinen
2010 Frank Festa für verlegerische Tätigkeiten
2009 Mark Freier (Grafik)
2008 Andreas Gruber (Autor),  Eloy Edictions (Verlag)

Friedrich Tenkrat alias A.F. Morland

Friedrich Tenkrat ist ein österreichischer Autor von Heftromanen, der unter diversen Pseudonymen veröffentlicht. Sein bekanntestes Werk ist die Horrorserie Tony Ballard, die er unter dem Namen A.F. Morland veröffentlicht hat. Tony Ballard erschien ursprünglich im Gespenster Krimi. Als Band 47 erschien Die Höllenbrut am 6.8.1974 unter dem Pseudonym A.F. Mortimer. Auch unter Brian Elliot erschienen dort Romane, bevor nur noch das Pseudoynm A.F. Morland verwendet wurde. Nach 67 Romanen im Gespenster Krimi erhielt Tony Ballard eine eigene Serie, die für 200 Romane bestand hatte. Neue Abenteuer erscheinen bei der Romantruhe.

Dienstag, 18. Juni 2019

Eine Seite zu Weird Tales

...findet sich hier. Volume 1 erschien im März 1923. The Unique Magazin wird es auf dem ersten Titelbild beworben. Die erste Geschichte, Dead Man´s Tale von Willard E. Hawkins kann man hier nachlesen. Vom Autor ist sogar eine Geschichte auf deutsch erschienen. Die Schrumpfkugel.
Im Oktober erschien dann Dagon von H. P. Lovecraft. 1954 erschien die vorerst letzte Ausgabe.

Jörg Kleudgen (Hrsg.) - R’lyeh – Ein Reiseführer

Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtagn.

Als der Abdruck eines Basreliefs unter geheimnisvollen Umständen geraubt wird, ahnt Kommissar Henschel, dass es dem Dieb nicht um den materiellen Wert geht, sondern um eine Information, die auf der Rückseite der Tafel vermerkt ist. Dreißig Jahre später begeben sich der Journalist Walter Lehmann und die hübsche Fotografin Carmen auf eine Spurensuche, die sie um die halbe Welt führt … nach R’lyeh! Eine Round-Robin-Erzählung von Jörg Kleudgen, Felix Woitkowski, Amanda Schwarz, Tobias Bachmann, Simon H. Krätzer, Max P. Becker und Markus K. Korb. Illustrationen und Basrelief von Jörg Kleudgen.

Hinweis: Der Band ist schon ausverkauft

Wolfgang Hohlbein - Killer City (2018)

Killer City

Chicago, 1893: Die kürzlich eröffnete Weltausstellung lockt Millionen Besucher nach Chicago. Alle wollen sich an den neuesten technischen Wundern ergötzen. Doch unter die nichts ahnenden Besucher hat sich ein Raubtier gemischt.

Thornhill hat schon viele Menschen getötet. Immer auf der Suche nach seiner nächsten Beute, zieht er durch Amerika. In Chicago hofft er, in der Masse der Touristen unterzutauchen. Bald entflammt sein Hunger nach dem berauschenden Gefühl des Tötens, der tief am Grunde seiner Seele lauert, jedoch erneut. Und wenn die Dunkelheit ruft, muss Thornhill dem Ruf folgen …

Erhältlich auf Amazon

Auf den Spuren H.P. Lovecrafts

Der Verlag Torsten Low hat bisher insgesamt 6 Horroranthologien veröffentlicht. Vier sind aus der Reihe  Auf den Spuren H.P. Lovecrafts.
Stadt unter dem Meer ist der neuste Band.
Verlagsinfo:
R’lyeh, dieser Name weckt in jedem Leser der Phantastik und Horror-Literatur sofort düstere Assoziationen.
R’lyeh, die monolithische Stadt, versunken irgendwo im Pazifik, Schlafstatt des großen Cthulhu und Hüterin blasphemischer Schrecken. Ein Ort, der allem Menschlichen Hohn spricht und an dem Naturgesetze keine Bedeutung haben. Nur mit flüsternder Stimme lässt H. P. Lovecraft seine Protagonisten von diesem »Atlantis des Schreckens« sprechen.
Erneut machen sich die Geschichtenweber auf, den lovecraftschen Kosmos um weitere Facetten zu bereichern.
Denn mit dem Untergang R’lyehs ist der Kosmische Schrecken nicht aus der Welt verschwunden!

Gespenster-Krimi 2.0

Seit letztem Jahr erscheint ein Neustart des Gespenster Krimi bei Bastei. Aktuell ist als Band 17 die Geschichte Die Knochenkirche erschienen, ursprünglich veröffentlicht in der namensgleichen Anthologie.
Eine Titelliste der ersten 21 Romane samt dem Hinweis auf die Orginalveröffentlichung findet sich im Gruselroman-Forum. Als Band 21 ist ein Roman von Tobias Bachmann eingeplant.

Arthur Machen im Elfenbein Verlag

Eine Werkausgabe von Arthur Machen erscheint im Elfenbein Verlag. Der erste Band ist für Oktober 2019 geplant. Die Bücher gibt es z.B. hier.

Unheimliche Wesen

...ist eine Artikelreihe im phantastikon. Findet sich hier.
Zum Beispiel zum Ghul.

HEXENHAMMER

DORIAN HUNTER bekommt ein Spin-Off. Der Roman Hexenhammer stammt aus der Feder von Uwe Voehl.

Der Baron Nicolas de Conde hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, um die Unsterblichkeit zu erlangen. Sein Versuch, Asmodi zu betrügen, scheiterte, und innerhalb einer einzigen Nacht wurden de Condes Frau Isabelle und seine Kinder im finsteren Wald von Wölfen zerrissen. Blind vor Schmerz ruft de Conde den Teufel ein weiteres Mal an. Und schließt einen weiteren Pakt. Mit einem weiteren Opfer. Ihr Name: Charlotte de Conde.

Sonntag, 16. Juni 2019

KAI MEYER IST ISA GRIMM

Isa Grimm gewann mit dem Buch "Klammroth" den Vincent Preis für den besten Roman 2014. Schon lange wurde gemunkelt, dass sich ein anderer Autor hinter dem Pseudonym Isa Grimm versteckte. Heute offenbarte Bestseller-Autor Kai Meyer in seinem E-Mail-Newsletter, dass "Klammroth" aus seiner Feder stammt. Jetzt ist es also offiziell, dass Meyer doppelter Vincent-Preisträger in der Kategorie Roman ist. Neben "Klammroth" bekam er die VP-Urkunde 2012 für "Das zweite Gesicht".

Eine Neuauflage von Klammroth erscheint beim Blitz Verlag. Hier geht es zum Buch.
Als exklusive Sammler-Edition streng limitiert auf nur 666 Exemplare!
Jedes Exemplar wurde vom Autor selbst nummeriert und signiert.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Midlist Horror des Skoutz Award

Die Midlist des Skoutz Award in der Kategorie Horror findet man hier.
9 Werke sind dort enthalten.
Grund genug mal einen Vergleich zum Vincent Preis zu machen.

Rigor Mortis hat dabei den Vincent Preis 2018 als Bester Roman gewonnen. Die Wiedererweckten des Herbert West hat den Vincent Preis 2018 als Bestes Internationales Literaturwerk gewonnen, Der Outsider erreichte Platz 4 in derselben Kategorie.
Auffällig ist es, das fünf der neun Bücher von SP sind.

Sonntag, 9. Juni 2019

"Das raunende Wrack" von Markus K. Korb bei Lovelybooks

Auf Lovelybook.de wird derzeit "Das raunende Wrack" von Markus K. Korb, eine der Strorysammlungen, die für den Vincent Preis 2019 vorgeschlagen wurde, in der Diskussion. Zwar ist die Frist, um an eines der Exemplare zu gelangen, bereits verstrichen, aber es verspricht eine muntere Leserunde zu werden. Vielleicht beteiligt sich der ein- oder andere mit seinem eigenen Buch?

Hier geht’s zur Leserunde https://www.lovelybooks.de/autor/Markus-K.-Korb/Das-raunende-Wrack-2034639861-w/leserunde/2042570844/

Montag, 27. Mai 2019

Die Schauerliste Juni 2019

An dieser Stelle wollen wir regelmäßig beachtenswerte Werke des Genres Horror und unheimliche Phantastik präsentieren. Diese Schauerliste hat keine Vorgaben, es werden Neuerscheinungen ebenso wie Klassiker, aber auch Youngtimer, also Geschichten, die weder alt noch neu sind, berücksichtigt. Auch ist es völlig egal, ob es sich um lange oder kurze Romane oder Geschichtensammlungen handelt. Renommierte Verlage, Autoren und Kritiker nennen uns ihre Favoriten, und wir geben ihnen hier eine Plattform. 
Unsere Liste Juni 2019 präsentiert fünf herausragende Werke, und wir wünschen Ihnen eine gruselige Lektüre.

Lisanne Surborg - Xoa (Amrun 2019)
Als die Zivilisation in blutigem Chaos zusammenbricht, ist Xoas Welt schon längst zerstört. Während über ihr Horden von Untoten Jagd auf jeden machen, der noch atmet, stellt sie sich täglich ihrem Peiniger. Seit acht Jahren hält der Mann Xoa und ihre Leidensgenossin Lei im Keller gefangen. Um seine wirre Theorie von Engeln und Dämonen zu überprüfen, setzt er seine Gefangenen den grausigsten Prüfungen aus. Sie haben jede davon bestanden.
Zur Verlagsseite
Somit erklimmt »Xoa« bereits jetzt schon eines der Treppchen der besten Horrorromane 2019. Eine bärenstarke Duftmarke, die wir von Lisanne Surborg beschert bekommen und sie in die Beletage des deutschsprachigen Horrors katapultieren dürfte.

Samstag, 18. Mai 2019

Der Vincent Preis sucht Mitarbeiter

Wer dem Genre Horror und unheimliche Phantastik zugeneigt ist und den Vincent Preis tatkräftig unterstützen möchte, melde sich einfach bei Vincent@defms.de.

Sonntag, 12. Mai 2019

Die Ergebnisse des Vincent Preis 2018


Der Vincent Preis 2018 wurde am 11.5.2019 auf dem Marburg Con in Niederweimar vergeben. Insgesamt 43 Abstimmende vergaben 422 Stimmen.
Hier das Ergebnis des Vincent Preis 2018

Bester Roman national
1.Faye Hell - Rigor Mortis (Papierverzierer Verlag) 31 Punkte
2.Jörg Kleudgen und Uwe Voehl - Stolzenstein (Blitz Verlag) 24 Punkte
3.M.H. Steinmetz - Dreizehn (Papierverzierer Verlag) 23 Punkte
4.Susanne Röckel - Der Vogelgott (Jung und Jung) 22 Punkte
4.Andreas Zwengel - Kinder des Yig (Blitz Verlag) 22 Punkte
6.Thomas Finn - Lost Souls (Knaur) 16 Punkte

Mittwoch, 1. Mai 2019

Der Vincent Preis 2018 ist beendet!

Wir zählen jetzt die Stimmen aus. Die Ergebnisse des Vincent Preis 2018 werden am 11.5 auf dem Marburg Con verkündet.

Montag, 29. April 2019

Die Schauerliste Mai 2019

An dieser Stelle wollen wir regelmäßig beachtenswerte Werke des Genres Horror und unheimliche Phantastik präsentieren. Diese Schauerliste hat keine Vorgaben, es werden Neuerscheinungen ebenso wie Klassiker, aber auch Youngtimer, also Geschichten, die weder alt noch neu sind, berücksichtigt. Auch ist es völlig egal, ob es sich um lange oder kurze Romane oder Geschichtensammlungen handelt. Renommierte Verlage, Autoren und Kritiker nennen uns ihre Favoriten, und wir geben ihnen hier eine Plattform. 
Unsere Liste Mai 2019 präsentiert fünf herausragende Werke, und wir wünschen Ihnen eine gruselige Lektüre.

Vernon Lee - Amour dure - Unheimliche Erzählungen (1887)
Wer gern tiefer in die klassische unheimliche Phantastik einsteigen würde, aber einen antiquierten Sprachton fürchtet, ist mit diesem Erzählungsband sehr gut bedient, da sich die einzelnen Geschichten meist erstaunlich modern lesen. Alle diese Geschichten der begnadeten Kunstkennerin, Reiseschriftstellerin und Autorin unterschiedlichster Fiktionen wachsen langsam,
stimmungsvoll und atmosphärisch aus der Vergangenheit heraus und erblühen am Ende zu makellosen schwarzen Rosen, die uns echtes Unwohlsein bescheren.
Einige der beeindruckendsten Geschichten Vernon Lees habe ich ausführlich auf dandelion besprochen. Frank Duwald, Literaturkritiker.


Mittwoch, 24. April 2019

Interview mit Mario H. Steinmetz


Stell dir einen schlichten, schwarzen Raum vor, zwei sich gegenüberstehende blutrote Kanapees, einen schlichten, weiß lackierten Tisch, eine weiße Vase mit einer schwarzen Dahlie zum Inhalt. Im Hintergrund hören wir Shub Niggurath : https://www.youtube.com/watch?v=KipDpynENv4






VV: Moin Mario, herzlich Willkommen hier beim Vincent Preis. Schön, dass du da bist. Durstig? Was möchtest du denn trinken? 


Mario H. Steinmetz: Herzlichen Dank für die Einladung. Es ist mir eine große Ehre. Einen Whiskey mit viel Eis würde ich gerne nehmen, danke.

Sehr schön hier, übrigens. Ich liebe schwarze Dahlien und rote Kanapees. Und Shub Niggurath ist eine hervorragende Wahl.




VV: Dein Roman „Dreizehn“ hat es beim Vincent Preis in die Endrunde zum bestendeutschsprachigen Horror-Roman geschafft. Was sagst du dazu? 

M.H.S.: Ich bin sehr glücklich darüber. Vor allem, weil der Vincent Preis für mich sehr viel bedeutet. Es ist nun mal „der“ Preis des deutschen Horror Genres.

 VV: Ich habe nach dem Lesen des Romans noch mehrmals den Klappentext gelesen. Sehr kritisch. Aber der ist verdammt gut. Es steckt so viel mehr in dem Roman, aber … er deutet viel an, aber verrät auch nicht zu viel. Hast du den geschrieben? War das schwer?

 M.H.S.: Der Klappentext stammt von mir, ja. Ich muss zugeben, dass ich Klappentexte hasse. In einem Roman steckt, wie du schon sagst, so viel mehr, als man in wenigen Sätzen beschreiben kann. Mir fällt es super schwer, das alles auf einen Punkt zu bringen, ohne zu viel zu verraten.  Da spielen auch Herz und Seele eine entscheidende Rolle. Aber wie es scheint, hat alles geklappt.

VV: Ich finde „Dreizehn“ ist ein sehr innovativer Roman mit klassischen Horror- und Figurenelementen. Fangen wir mal mit einem Hauptschauplatz an. Eine ehemalige Nervenanstalt auf Foulness-Island … hat der Ort die Idee geboren? Warst du dort?

 M.H.S.: Tatsächlich ist Dreizehn der einzige Roman von mir, dessen Handlungsorte ich nicht besucht habe. Und das mit Absicht. Ich wollte mir für Dreizehn eine eigene, passend stimmige Umgebung ausdenken. Da ich im Vorfeld viel über die Halbinsel gelesen habe, empfand ich diese als mysteriöses Sperrgebiet gepaart mit Flutgebieten und sturmumtoster Torflandschaft für eine Psychiatrie im klassischen Sinne perfekt.

VV: Was war die Vorlage für die Nervenheilanstalt? Ich fand sie übrigens atmosphärisch, auch und gerade mit Dr. Botkin als Leiter, sehr gelungen.

M.H.S.: Danke dir. Ich liebe Filme und Geschichten, die in Nervenheilanstalten spielen. Für mich müssen diese düster und altmodisch sein, mit vielen verschlossenen Türen, wo man nur ahnen kann, was dahinter vorgeht. Haunted Hill hat da sicher Einfluss genommen, oder die AHS Staffel Asylum, die ich regelrecht verschlungen habe. Dann war da meine Reise nach Rumänien, wo ich diese alte, brach liegende Anstalt besuchte. Das war der Moment, wo es Klick machte …

Doktor Botkin ist für mich das Sinnbild eines Arztes, der sich über das Wohl des Patienten erhebt, um seinen Visionen nachzukommen. Für ihn heiligt der Zweck alle Mittel, ganz unabhängig davon, dass es sich um eine historische Persönlichkeit handelt.

VV. Ah, Okay. In deiner Geschichte „Wicked Game“ war sehr viel Sex im Spiel und auch in deinem Roman spielt Sex eine Rolle. Mittel zum Zweck oder Salz in der Suppe?

 M.H.S.: Sex und Horror, Sex und Gewalt, Sex und Macht, sind sehr eng miteinander verbunden. Angst geht oft mit sexueller Erregung einher. Es werden Reize stimuliert, die dem Menschen die Fassade vom Gesicht reißen, ihn zu einer willenlosen, triebgesteuerten Puppe machen. Ich liebe es einfach, mit diesen Reizen zu spielen und Grenzen zu überschreiten.

Wicked Game geht in eine ganz andere Richtung als Dreizehn, offenbart uns unsere Nichtigkeit gegenüber bestimmten sexuellen Reizen. Reduziert uns zum Spielzeug unserer Sinnlichkeit.


VV: Deine Figuren Horvart und Ward haben ihre Macken und Liebenswürdigkeiten. Hattest du sie so angelegt oder haben sie sich ihre Eigenarten selbst … zugeschrieben?


M.H.S.: Sowohl als auch. Wenn ich Charaktere für einen Roman erstelle, lege ich anfangs nur einen Rahmen fest. Eckdaten, wie Lebenslauf, Aussehen, Vorlieben, etc.

Der Charakter prägt sich dann im Laufe der Story, wächst, entwickelt eigene Züge. Wenn ich schreibe, bin ich in der Szene, die sich vor meinem geistigen Auge abspielt. Und die kann ich nur noch vage steuern. Horvat war ursprünglich nur als Nebenfigur gedacht, doch die Frau ist einfach umwerfend, hat sich wie eine Schauspielerin am Set entwickelt. Man kann daher durchaus sagen, dass meine Figuren ein Eigenleben besitzen.

 VV: Du verknüpfst verschiedene Mythologien miteinander, wobei der Schwerpunkt auf der ägyptischen liegt. Dazu kommt noch die Geschichte eines alten Adelsgeschlechts. Und ich muss sagen … gewagt, aber gelungen. Wie bist du auf diese Idee gekommen?

 M.H.S.: Zum einen fasziniert mich die ägyptische Mythologie schon sehr lange Zeit. Der Run auf die Grabungsstätte war in der Zeit um den ersten Weltkrieg am größten. Ein Wettlauf zwischen den Großmächten um Ruhm und Ehre, bei dem leider auch sehr viel zerstört wurde. Und besagtes Adelsgeschlecht war da vorne mit dabei. Hinzu kommt, dass ich deren Geschichte und Untergang immer sehr aufregend fand. Und so kam eins zum anderen …

VV: Okay. Mal was Handwerkliches. Wie weit ging deine Recherche? Oder ist die ägyptische Mythologie eine Passion von dir?

M.H.S.: Wir schon gesagt, fasziniert mich das Ägyptische. Vor Jahren habe ich das Totenbuch gelesen, auf das ich mich in Dreizehn beziehe. Meine Recherche ging natürlich tief in die Götterwelt hinein, gerade und vor allem, was den Übergang vom Leben zum Tod betrifft. Unglaublich sind hier auch die parallelen zum babylonisch sumerischen …

Recherche ist für mich ein Rausch, der mich in seinen Bann zieht. Die Kunst ist, sich nicht darin zu verstricken (lach).

VV: Wie viel Ethan Ward steckt in dir? Ich meine, wie lange würdest du versuchen, etwas Übernatürliches rational zu erklären? Und wieviel Probleme würde es dir bereiten es zuzulassen?




M.H.S.: Ich glaube an das Übernatürliche und hab da in meiner Vergangenheit ganz eigene Erfahrungen gemacht, bei denen ich mir die Finger verbrannt habe. Von daher würde ich das Übernatürliche sogar recht schnell zulassen. Viel schneller, als es Ethan tun würde. Mit ihm wollte ich eine Figur schaffen, die wohl Kontakt zum Übernatürlichen hatte, aber dennoch zu leugnen sucht. Sich letztendlich selbst mit vorgeschobener Rationalität belügt.

 VV: Du schreibst regelmäßig im Genre Horror. Was fasziniert dich daran?

M.H.S.: Mit Horror bin ich schon immer eng verbunden. Mich faszinierten die sogenannten Bösen immer mehr, als die siegreichen Helden. Die dunkle Seite ist tragisch, leidend, oft auch verzweifelt und zumeist missverstanden.

Horror ist für mich aber auch der Blick hinter die Masken, die wir tragen. Das Offenlegen des puren, hässlichen Selbst.

Dreizehn ist als Figur ohne Frage abgrundtief böse, aber auch tragisch und bemitleidenswert leidend. Mein Ziel ist, die Leser zum Überdenken des Bösen zu bringen, vielleicht sogar Verständnis dafür zu erwecken.

 VV: Wie bist du denn mit „Horror“ sozialisiert worden?

 M.H.S.: Als kleiner Junge. Allein zuhause. Im Fernsehen lief die schwarz weiß Fassung von Doktor Mabuse. Gerade, als er mit einem schrecklichen weißen Augen an einem Fahrzeug hing und irre lachte, schlug draußen ein Blitz ein und der Strom fiel aus. Das war jetzt als Szene nicht besonders schlimm, aber für mich prägend. Ich habe diese Szene noch heute im Kopf, sehe sie hinter meinen geschlossenen Augen. Eher ein Trauma also?

 VV: Muss man selbst Angst erlebt haben, um gut darüber schreiben zu können? Also, gruselt es dich auch selbst manchmal, wenn du schreibst?


M.H.S.: Oh ja, manchmal schreibe ich eine Szene, gehe dann mitten in der Nacht mit dem Hund raus in den Wald, und denke, fuck … da habe ich dann schon ein mulmiges Gefühl.

Ich habe Angst am eigenen Leib erlebt, Todesangst sogar. Das kerbt sich ein, krallt sich ein Leben lang fest. Irgendwann habe ich damit begonnen, meinen Nutzen daraus zu ziehen.

Wenn man über Ängste schreibt, die man selbst erlebt hat, schmeckt das nun mal anders ...


VV:  Und wie und wann schreibst du?


M.H.S.: Zuhause in aller Regel nachts ab 22:00 an meinem wunderschönen alten Schreibtisch. Zumeist mit passender Musik.

Unterwegs sehr gerne auf Flughäfen, während langer Flüge und an allen möglichen Orten. Da darf es sehr gerne laut und hektisch sein. Das ist dann meine Glocke.

Dead Man‘s Hand habe ich zum Beispiel fast komplett an den Handlungsorten geschrieben. Das war ein echter Flash.

Grundsätzlich schreibe ich jeden Tag, jedoch ohne besondere Zielsetzung.

 VV: Wie gehst du mit Deadlines um? Brauchst du sie oder schreibst du erst vor und wendest dich dann an deinen Verlag?

 M.H.S.: Am Anfang steht immer der Plot. Dann die Charaktere in der Story. Steht beides, wende ich mich an den entsprechenden Verlag, der daran Interesse haben könnte. Kommt es zum Vertrag, kommt es leider auch zur Deadline. Die hasse ich wie die Pest, konnte sie aber bisher immer einhalten.

Zumeist schreibe ich den Roman erst, wenn ich die Zusage einer Veröffentlichung habe. Das ist unglaublich motivierend.

 VV: Deine Ideen … wie ist das bei dir? Musst du erst etwas erleben, um auf Ideen zu kommen? Gibt es gute Phasen, wo du sie bekommst oder gehst du da eher technisch ran?

 M.H.S.: Ich habe das Glück, berufsbedingt viel zu reisen. Zumeist in die USA, aber auch innerhalb Europas oder dann wieder Südafrika. Bin ich im Ausland, nehme ich so viel wie möglich mit, nutze die Zeit. Das ist Inspiration pur. Dazu lese ich viel, schaue mir unglaublich gerne Filme an, und lasse mich auch durch Musik inspirieren. Bisher kamen die Ideen dann immer von selbst, formten sich zu Geschichten.

Ich meine, an was denkst du, wenn du in Deadwood stehst?

Oder das Buschland Südafrikas mit einem abgefuckten Landrover durchquerst?

 VV: Kannst du schon verraten, was gerade in Planung ist? 

 M.H.S.: Dead Man‘s Hand 2 schreibe ich gerade. Das soll dann zur LBM 2020 kommen. Dann überarbeite ich das Spielbuch Totes Land – Death Asylum, das wohl noch dieses Jahr veröffentlicht wird. Parallel dazu Totes Land 4 – Ravage, das in der Endphase des Lektorates steckt. Zusätzlich sind wieder einige Kurzgeschichten in der Pipeline.

Und, ganz frisch, habe ich endlich meinen Südafrika-Plot fertig, Arbeitstitel Böses Blut.

Ich brauche das Arbeiten an verschiedenen Projekten gleichzeitig. Stockt das eine, kann ich mich auf‘s andere stürzen (lacht).

 VV: Solltest du den Vincent Preis gewinnen … was würdest du dann machen?

M.H.S.: Ich war zwar schon auf einigen Shortlists, habe aber bisher nie gewonnen. Vermutlich würde ich Schnappatmung bekommen, wie Rumpelstilzchen im Kreis hüpfen, und mir nen supergroßen Whiskey mit Eis gönnen. Das wäre für mich einfach unglaublich, ein absoluter Meilenstein. Die Erfüllung eines Traumes … etwas ganz Besonderes.

Gemeinsam mit den anderen, großartigen Büchern ins Rennen zu gehen, ist für mich ziemlich aufregend, denn ich würde es jedem gönnen.

VV: Schön, dass du da warst, Mario. Und auf jeden Fall wünsche ich dir, dass möglichst viele LeserInnen für dich abstimmen werden.



M.H.S.: Herzlichen Dank für die tollen Fragen. Es war mir eine Ehre. Und wie gesagt, Träume können sich erfüllen … oder auf ewig ein Traum bleiben.




Und dann noch …


 Bullets (Wie aus der Pistole geschossen …)



VV: Drei Bands oder Musiker, die dich geprägt haben?

M.H.S.: Sisters of Mercy, Diamanda Galas, Cash

 VV: Woran erkennt man einen Rheinländer?

 M.H.S.: Ich komme aus Rheinland Pfalz. Punkt.


 VV: Splatter oder schwarz-Weiß-Horrorfilme?


M.H.S.: Beides



VV: Frankenstein oder Dracula?

M.H.S.: Frankenstein



VV: Warum?


M.H.S.: Weil tragisch, traurig, und voller Sehnsucht


VV: Drei Horrorfilme, die dich geprägt haben?


M.H.S.: Hellraiser (1), Shining, Nosferatu


VV: „Dreizehn“ wird mit ungeahntem Budget verfilmt. Du wählst die Schauspieler … Ethan Ward ist …? Natascha Horvat ist …? Dr. Botkin ist …?


M.H.S.: Ethan Ward = Christian Bale, Natascha Horvat = Emma Watson, Doktor Botkin = Christoph Waltz


VV: Der Film ist ein mega Erfolg, alles ist möglich. Welchen Traum würdest du dir verwirklichen?


M.H.S.: Ich liebe Amerika. Vermutlich würde ich auswandern, den Winter in Texas oder Arizona verbringen, und den Sommer in Alaska oder South Dakota. Und ich würde schreiben, bis mir die Finger bluten.



VV: Fußball oder Tennis?

M.H.S.: Reiten, schießen und fechten




VV: Ein guter Spruch auf einem Grabstein?

M.H.S.: Aus meinen leeren, toten Augenhöhlen werden keine Skorpione kriechen




VV: Eine Frage, die man dir nicht stellen sollte?



M.H.S.: ...



Marburg-Con 2019

Das Programm steht fest:
Marburg-Con 2019 - Programm 11. Mai 2019
Zeitliche Einteilung unter Vorbehalt!!

"Programmbühne" (Konferenzraum)
11.00 Uhr: P. C. Thomas, Lesung
12.00 Uhr: Tia und Alfred Berger/Spiegelberg Projekt, Lesung
13.00 Uhr: Verlagslesung von Blitz-Verlag, Whitetrain und Goblin Press
14.00 Uhr: Geisterspiegel mit Autoren von "Dark Islands" , Lesung
15.00 Uhr: Verlagslesung Leseratten Verlag
16.00 Uhr: Verlagslesung Verlag Torsten Low
17.00 Uhr: Uwe Voehl/Professor Zamorra-Team, Vortrag/Lesung
18.00 Uhr: (Horror-)Autorengruppe WRITTEN IN BLOOD, Lesung
19.00 Uhr: Vincent Voss, Lesung

"Kegelbahn" (Raum der Bürgerhausgaststätte)
12.00 Uhr: Alexander Bach, Lesung
13.00 Uhr / 13.30 Uhr: Ju Honisch, Lesung / Lucian Caligo, Lesung
14.00 Uhr: Jaqueline Eckert/Ulf Fildebrandt (Lysandra Books), Lesung
15.00 Uhr: Axel Kruse, Lesung
16.00 Uhr / 16.30 Uhr: Eva von Kalm, Lesung / Monika Loerchner, Lesung
18.00 Uhr: Sören Prescher, Lesung

"Hauptsaal" (Börsenbereich)
10.00 bis 20.00 Uhr: Phantastik-Börse
20.00 Uhr: Verleihung des Vincent Preis, anschl. Verleihung des Marburg-Award

Wir freuen uns, dass auf dem Marburg-Con 2019 die folgenden Autoren, Gruppen, Künstler und Verlage mit Ständen vertreten sind:
BLITZ-Verlag, Lucian Caligo, Rudolf Eizenhöfer, Eridanus-Verlag, Geisterspiegel.de, Goblin-Press/Jörg Kleudgen, Petra Hartmann, Leseratten-Verlag, Verlag Torsten Low, Lysandra-Verlag, Napolde FairyPearls, Gerd-Michael Rose, Verlag Saphir im Stahl, Spiegelberg-Projekt, Verlag der Schatten, VSS-Verlag, Whitetrain-Verlag, Zwielicht/Michael Schmidt.
Für die Comicfreunde stehen Hans-Erich Dingel und Hans-Peter Engelhardt bereit.

Mittwoch, 17. April 2019

Interview mit Björn Ian Craig


Stell dir einen schlichten, schwarzen Raum vor, zwei sich gegenüberstehende blutrote Kanapees, einen schlichten, weiß lackierten Tisch, eine weiße Vase mit einer schwarzen Dahlie. Im Hintergrund hören wir Javiere Navarrete:









VV: Moin Björn, schön, dass du den langen Weg aus der Schweiz zu uns gefunden hast.  Was möchtest du trinken?


B.I.C.: Jetzt kommt es natürlich drauf an, wann unser Treffen stattfindet ;-) Von morgen früh bis Mittag wär’s ziemlich sicher ein großer Kaffee; am späteren Nachmittag darf es gern ein kühles Bier sein und wenn wir uns spät abends zum Interview treffen dann könntest du mir auch gern einen Gin-Tonic ausgeben! ;-)

VV: Du bist mit deinem Cover für das Horrormagazin Zwielicht 12 in der Endrunde für den Vincent Preis! Herzlichen Glückwunsch! Was bedeutet dir das?



B.I.C.: Ganz ehrlich? Ich freu mich riesig. Man bekommt sonst ja nur spärlich Feedback auf das, was man kreiert. Klar, findet ein Austausch mit den Herausgebern statt. Michael und Achim sagen mir schon, was ihnen gefällt und was nicht; und man selbst kriegt auch ein Gefühl, ob das, was man macht, funktioniert oder eher nicht. Aber wenn man dann für den Vincent Preis nominiert ist, dann freut mich das umso mehr. Schließlich bedeutet dies ja auch, dass mein Cover ein paar mehr Menschen gefallen haben muss, als nur dem inneren Kreis.



 VV: Ich finde deine Arbeit mal wieder genial! Wie bist du auf das Motiv „Treppenhaus“ gekommen?  


B.I.C.: Danke für die Blumen. Seit ich für Zwielicht arbeite versuche ich immer das Phantastische im Alltäglichen zu finden. Also stelle ich immer alltägliche Situationen dar – nur halt immer monströs überhöht oder dämonisch überspitzt. Seien das übergroße Motten, die vom Leuchtturm angezogen werden oder ein Schattenwurf, der so gar nicht seinem Verursacher entspricht. Beim aktuellen Cover ließ ich mich von einem Treppenhaus-Foto inspirieren, bei deren erster Betrachtung meine Phantasie mir die Zähne in den Geländeelementen bereits vorgegaukelt hatte und ich erst bei einer zweiten, genaueren Betrachtung sah, dass diese gar nicht vorhanden waren. So war die geboren…

VV: Seit der dritten Ausgabe der Zwielicht bist du vor das Artwork verantwortlich und ich finde, du hast dem Magazin dadurch eine ganz eigene Note verpasst, die den Inhalt gut wiedergibt. Immer Grusel, immer etwas Beklemmung, mit viel Liebe zum Detail. Wie ist deine Herangehensweise und wie kam es zu der Zusammenarbeit?


B.I.C.: Als Michael gerade die dritte Ausgabe von Zwielicht vorbereitete kam er auf mich zu und fragte, ob ich nicht Lust hätte für sein Magazin die Cover zu entwerfen. Er kannte meine Arbeiten, da sie auch schon für den Vincent Preis nominiert wurden sind und ich ihn in dieser Kategorie auch bereits einmal gewinnen konnte. Auch für das Motiv der zweiten Vincent Preis-Urkunde hatte er mich schon angefragt. Und für Zwielicht 3 hatte ich auch bereits eine Skizze in Petto, die für meinen Geschmack perfekt zur Buchreihe zu passen schien (Motten mit Leuchtturm). Von diesem Moment an arbeite ich regelmäßig für die Reihe und habe auch schon ein paar schriftliche Beiträge und eine kleinere Übersetzung beigesteuert, da mir die Mischung aus Geschichten und Hintergrundberichten sehr ansprechen.





VV: Du zeichnest per Hand vor, ehe es an den Rechner geht, richtig? Warum?



B.I.C.: Gewisse Coverillustrationen beginnen mit einer Handskizze aber es ist nicht so, dass sie am Ende immer komplett handgezeichnet sind. Ich arbeite auch viel mit Texturen und eigenen oder lizenzfreien Fotografien. Was mir aber wichtig ist, ist die Idee. Die Bildidee steht bei mir IMMER an erster Stelle. Ohne sie setze ich mich gar nicht erst an den Schreibtisch oder an den Rechner; sie muss vorher schon existieren. Und diese Bildidee entsteht immer zuerst im Kopf, meistens dann, wenn ich gar nicht an das Projekt denke. Das kann während der Arbeit passieren, auf dem Nachhauseweg, während dem Einkauf etc. Plötzlich springt mich im wahrsten Sinne des Wortes so eine Idee an und beißt sich in meinen Hirnwindungen fest. Wenn sie was taugt, skizziere ich sie schnell auf bevor sie vergessen geht.


VV: Hast du schon einmal überlegt, zu schreiben? Weil dann zum Bild eine Geschichte kam?


B.I.C.:  Hab ich mal… in meiner Jugendzeit. Es existiert sogar ein ganzes Notizbuch voll mit Storyansätzen und -ideen aus dieser Zeit. Aber wirklich ausformuliert hab ich nur etwa eine Handvoll; und mehr wie zehn Seiten pro Geschichte hab ich auch nicht zusammenbekommen. Ich denke, meine Stärke liegt eindeutig im Visuellen und nicht im Textlichen. Obwohl es mich immer mal wieder überkommt, einen sekundärliterarischen Text zu verfassen, kombiniert mit einer ausgiebigen Recherche. So geschehen für Zwielicht 3, wo ich mich mit dem Schriftsteller Karl Edward Wagner auseinander gesetzt habe oder dann vier Ausgaben später, wo ich dem Phantastik-Interessierten die wunderbare englische Schriftstellerin Sheila Hodgson und ihre Geistergeschichten in M.R. James Manier versucht habe näherzubringen.


VV: Liefert dir eher immer der Alltag die Bilder, die Ideen dazu oder sind es die Inhalte, die du vorher liest?



B.I.C.: Bei Zwielicht sind es meist Situationen aus dem Alltag, die mir die Bildideen liefern. Für andere Arbeiten – etwa Kurzgeschichtenbände oder Anthologien beispielsweise von Markus. K. Korb (Phantasma Goriana) oder Malte S. Sembten (Dhormenghruul) – waren tatsächlich die Stories das Entscheidende, um das Cover zu kreieren. Bei diesen zwei Autoren hat auch immer ein äußerst reger Austausch stattgefunden, wo wir Ideen hin und her jongliert und so das Cover gewissermaßen zusammen entwickelt haben.


VV: Gibt es Bilder, die dich geprägt haben? Ich frage immer aus der Haltung eines Autors, da gibt es nämlich auch oft immer Bücher, die einen bewegt haben.

B.I.C.: Es gibt es eine Vielzahl an Kunstwerken, die mir gefallen. Ob sie mich auch geprägt haben, ist wohl schwierig zu sagen. Aber einen bleibenden Eindruck haben sie sehr wohl bei mir hinterlassen. H.R. Gigers Oevre hat mich schon als Jugendlicher stark beindruckt, aber auch klassische Künstler wie Edvard Munch, Max Ernst oder Hans Bellmer gefallen mir sehr. Und es gäbe so viele weitere zu nennen… Arnold Böcklin beispielsweise, dessen Toteninsel bei uns im Basler Kunstmuseum ausgestellt ist.



VV: Kannst du von deiner Kunst leben?


B.I.C.: Leider nicht. Die Buchcover, die ich kreiere, sehe ich als Ausgleich und auch als Ergänzung zu meiner Arbeit als Werbegrafiker, da ich hier vieles ausprobieren kann, was mir im Alltag verwehrt ist. Ich mache hierbei auch nur wenige Zugeständnisse und Kompromisse.

VV: Ich habe gelesen, dass du auch Giger-Museum warst. Ich fand das Museum auch einfach nur den Hammer. War Aliens dein Erstkontakt zum Horror, zur Sci-Fi? Oder wie fing das bei dir an?

B.I.C.: Ja, das ist allerdings auch schon ein paar Jahre her. Aber ich kann nur sagen: es ist der Wahnsinn – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Giger Museum in Gruyères ist wahrlich eine Reise wert. Das Faible zum Unheimlichen hatte ich schon von klein auf und die ersten Horrorfilme, mit denen in Kontakt gekommen bin waren zunächst die Klassiker des Genres, wie „Psycho“, „Der Weiße Hai“, „Poltergeist“. Dann kamen die Stephen King Verfilmungen „Es“ und „Brennen muss Salem“. Und dann stellte ein Privatsender in einer Horrorreihe die Werke John Carpenters vor. Egal ob „Halloween“, „Das Ding“ oder „Fürsten der Dunkelheit“… seine Filme finde ich bis heute genial und kann sie mir immer wieder anschauen.

VV: Warum dann Horror? Was macht da für dich die Faszination aus?


B.I.C.:  Keine Ahnung. Es ist aber wohl das Gefühl des Sich- Gruselns, das es für mich ausgemacht hat und nach wie vor ausmacht. Dabei bin ich auch eher der Anhänger des klassischen Grusels – huschende Schatten, merkwürdige Geräusche und natürlich eine Geschichte, die einen packt… Von Blutfontänen und reinem Splatter halte  ich mich fern. Das ist nicht mein Ding.


VV: Im Horror geht es ja immer irgendwie um das Böse … in welcher Gestalt auch immer? Was ist das Böse für dich? Was lässt dich gruseln?  

B.I.C.: Das Böse für mich ist das, was man nicht sieht, nur erahnen kann. Etwas nicht Greifbares, was der Verstand nicht zu fassen vermag, löst Ohnmacht und Furcht aus.


VV: Hattest du übersinnliche Erfahrungen gesammelt in deinem Leben?  


B.I.C.: Bis jetzt leider nicht… wobei halt, … doch,… sofern man das so nennen kann: In meiner Jugend ist mir ab und an ein Gefühl des Deja-Vus überkommen: Momente, in denen ich das Gefühl hatte genau diesen Augenblick schon mal erlebt zu haben. Aber damit hat es sich leider auch schon mit meinen übersinnlichen Erfahrungen.

VV:  Was sind deine Zukunftspläne?

B.I.C.: Ich würde gerne weiter unheimliche Visionen kreieren können und Büchern zu einer unnachahmlichen Erscheinung verhelfen. Leider ist das nicht immer so einfach. Der zeitliche Rahmen muss passen … schließlich mach ich diese Dinge in meiner spärlichen Freizeit. Aber nicht nur. Gerade auf diesem Gebiet ist es wichtig, dass mir der Auftrag auch Spaß macht.

VV: Björn, vielen Dank, dass du hier warst. Und ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Abstimmung zum Vincent Preis! 

B.I.C.: Dankeschön. Hat Spaß gemacht, mit dir zu plaudern. Bin egal, wie die Abstimmung auch ausgehen wird, schon mega stolz darauf, überhaupt nominiert worden zu sein.





Und hier kommen die 11 ...
Bullets (Wie aus der Pistole geschossen …)


VV: Horror oder SciFi?

B.I.C.: Beides. Nur Fantasy schneidet bei mir schlecht ab.

VV: Ein Buch, das du gerne illustriert hättest?

B.I.C.: Michael Siefeners SCHÄCHTE.


VV: Worüber kannst du dich aufregen?

B.I.C.: Über mangelnde Kommunikation


VV: Wein oder Bier?

B.I.C.: Beides. Der Rahmen dafür ist entscheidend. Aber wenn ich mich tatsächlich für eines entscheiden müsste, dann: Bier.


VV: Vampir oder Werwolf?


B.I.C.: Vampir. Mit Werwölfen kann ich nur sehr wenig anfangen.



VV: Du kannst dir ein Horrorsetting zum Probeleben mit Überlebensgarantie aussuchen. Welches wäre das?




B.I.C.: Eine Nacht alleine in einem heimgesuchten Schloss verbringen.

VV: Lieblingsessen?

B.I.C.: Ein guter Cheese-Burger mit Bacon.




VV: Poe oder Lovecraft?

B.I.C.: Mhhh… schwierig. Aber ich denke, da muss ich Lovecraft den Zuschlag geben.




VV: Warum?

B.I.C.: Lovecraft begleitet mich einfach schon länger.




VV: Film oder Comic?

B.I.C.: Film




VV: Ich will unbedingt einmal …?

B.I.C.: …nach Island. Dieses Land fasziniert mich.


Vincent Voss (Interview)

Michael Schmidt: Es ist  Marburg Con , dicht gedrängt finden sich Bücherzombies, Buchstabenghouls und Illustrationsvampire. Mitten drin ste...