Dienstag, 5. Februar 2019

Horror 2018

Die Listen Horror 2018 hat sich aus verschiedenen Gründen schwierig gestaltet. Ein Grund liegt darin, das man sich mühsam alle Veröffentlichungen zusammen suchen muss. Auf der Suche nach Erstveröffentlichungen kommt erschwerend hinzu, zu erkennen, ob es sich um eine solche handelt. Bei den Illustrationen ist es sogar so, das oft im Netz gar nicht angegeben ist, wer die Titelillustration erstellt hat. Bei Sammlungen von Kurzgeschichten fehlen auch oft Titel und Autor, auch der Herausgebername glänzt oft durch Abwesenheit.
Schwierig ist auch die Beurteilung ob es sich um das Genre Horror und unheimliche Phantastik handelt.

Trotzdem konnten wir eine umfangreiche Sammlung zusammenstellen.

52 Romane umfasst die Liste. Und es sind diesmal doch recht illustre Werke dabei. Der Vogelgott war für den Deutschen Buchpreis nominiert und fand sich auch auf der monatlichen PAN Bestenliste.
Thomas Finn ist Bestsellerautor und Gewinner des Bucon Sonderpreises. Mit Faye Hell, Tobias Bachmann und Jörg Kleudgen finden sich drei Vincent Preisträger und selbst Romanheftikone Jaso Dark ist mit einem Band vertreten.

40 Werke umfasst die Liste. Stephen King, F. Paul Wilson, Matt Ruff, aber auch Algernon Blackwood oder die nur auf Deutsch erhältliche Sammlung Next Weird, es gibt einige lesenswerte Bücher. Gerade hier ist die Liste wohl nicht vollständig, da aus oben genannten Gründen es schwierig ist, die Bücher zu klassifizieren.

201 erfasste Kurzgeschichten, auch hier erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit und sind gespannt, welche es am Ende auf die Nominierungsliste schaffen.

35 Bücher sind gerade hier eine große Menge, vermischt sind Anthologien, Magazine und Sekundärwerke.

16 Storysammlungen zeigen, es ist durchaus begründbar eine eigene Kategorie einzuführen und die erste Hälfte der Nominierungsrunde zeigt, hier ist Leben drin und es wird ein spannendes Rennen erwartet.

25 Bilder von 17 Künstlern bieten alles was das Auge begehrt.

Bisher gibt es sechs Vorschläge für den Sonderpreis. Gerne nehmen wir noch weitere Vorschläge an.

Heftromane sind dieses Jahr zum ersten Mal beim Vincent Preis vertreten und wir sind gespannt ob die Beteiligung ausreicht, eine Nominierungsliste zu generieren. Zur Wahl stehen Erstveröffentlichungen in Konkurrenz zu Nachdrucken.


Zur Wahl des Vincent Preis 2018 geht es hier.


Graham Masterton

Graham Masterton, englischer Horrorautor, wurde für sein Lebenswerk geehrt.
Die HWA ehrte ihn mit dem Livetime achievement.
In Deutschland erschienen seine Romane bei Bastei Lübbe, Goldman, Heyne und aktuell immer noch im Festa Verlag.

Die Opferung ist beispielsweise eine moderne Nacherzählung einer Kurzgeschichte von HPL und sehr empfehlenswert. Auch Die Schlaflosen ist ein spannender und gruseliger Roman, der 2017 für den Vincent Preis nominiert war.
Seine Katie Maguire Reihe ist eine Thrillerreihe mit Bestsellerstatus.


Montag, 4. Februar 2019

Die Gewinner der Romane!

Zehn mal wurde bisher der beste deutschsprachige Roman für den Vincent Preis ausgelobt. Die Kategorie heißt übrigens Roman national als Abgrenzung zum internationalen Literaturwerk. Gemeint ist damit ein original deutschsprachiger Roman, keine Übersetzung und so wundert es nicht, das der erste Sieger kein Deutscher ist sondern ein Österreicher. Andreas Gruber, der auch den Titel als Bester Autor 2008 und bei den Kurzgeschichten 2009 gewann, gehört zu den beliebtesten Autoren. Das Eulentor ist ein Horrorroman auf Spitzbergen, eine Mischung aus Hommage an HPL und dem Film Das Ding aus einer anderen Welt von John Carpenter.
Dagons Erben von 2009 war dann ein in einer Kleinauflage erschienener Lovecraftroman.
Begegnung mit Skinner ist ein eher ungewöhnlicher Horrorroman, eine Neuauflage ist angekündigt.
Mit Das zweite Gesicht  (2012) und Teatro Oscura  (2015) gewann jeweils eine überarbeitete Neuausgabe eines schon erschienen Romans. 2014 gewann mit Klammroth zum ersten Mal ein Titel eines Großverlages (wenn man nicht berücksichtigt, das Das zweite Gesicht ursprünglich in einem erschienen war). Jörg Kleudgen gewann den Preis als einziger bisher mehrmals, genau dreimal, einmal in Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Michael Knoke.
Vincent Voss gewann wie Michael Knoke und Andreas Gruber sowohl bei den Romanen als auch bei den Kurzgeschichten. Torsten Scheib, der wirklich oft bei den Kurzgeschichten nominiert war und zweimal den 2. Platz erreichte, gewann als bisher letzter mit Götterschlacht .


Die Gewinner der Jahre 2008 bis 2012 hat Elmar Huber ausführlich in seinem Blog vorgestellt.


Bei den Verlagen hat einzig der Blitz Verlag drei Titel erringen können. Während der Sieben Verlag kein Horror mehr veröffentlicht, hat die Edition CL ihre Geschäftstätigkeit eingestellt. Der Basilisk Verlag veröffentlicht noch die Fantasyreihe GOR, ob noch weitere Horrorbücher in Zukunft erscheinen werden, ist unklar.


Man darf gespannt sein wer beim Vincent Preis 2018 nominiert wird. Die Liste der Horrorromane 2018 ist auf jeden Fall ein Blick wert.  Wer am Ende auf der Nominierungsliste steht, hängt auch von eurer Stimme ab!


Roman
2017 Torsten Scheib - Götterschlacht (Amrûn Verlag)
2016 Vincent Voss - Frischfleisch (Verlag Torsten Low)
2015 Jörg Kleudgen - Teatro Oscura (Edition CL)
2014 Isa Grimm - Klammroth (Bastei Lübbe)
2013 Jörg Kleudgen - Saburac (Goblin Press)
2012 Kai Meyer - Das zweite Gesicht (Blitz Verlag)
2011 Jörg Kleudgen, Michael Knoke - Totenmaar (Blitz Verlag)
2010 Harald A. Weissen - Begegnung mit Skinner (Sieben Verlag)
2009 Tobias Bachmann - Dagons Erben (Basilisk Verlag)
2008 Andreas Gruber - Das Eulentor (Blitz Verlag)

Freitag, 1. Februar 2019

Die Gewinner der Kurzgeschichten!


Bisher wurde der Vincent Preis in der Kategorie Kurzgeschichte elfmal vergeben.  Neunmal gewann ein Mann, die letzten beiden Jahre allerdings gewann eine Frau.
Markus K. Korb gewann die Kategorie dreimal, Faye Hell zweimal.
Mit Die Dunwich-Pforte gewann 2010 eine Novelle, 2015 gewann mit So dunkel die Nacht sogar eine Geschichte, die einzeln veröffentlicht wurde.
Die Gewinnergeschichten wurden von 9 verschiedenen Verlagen publiziert, einzig der Blitz Verlag stellte drei Sieger. Von den 9 verschiedenen Verlagen haben mit Eloy Edictions, Voodoo Press, Edition CL und K&K Books schon vier Verlage ihre Geschäftstätigkeit wieder eingestellt.
Bei allen Verlagen handelt es sich um Kleinverlage.

Der bekannteste Gewinner in der Kategorie Kurzgeschichte dürfte Andreas Gruber sein. Michael Knoke ist leider mittlerweile verstorben.
Markus K. Korb, Andreas Gruber, Vincent Voss und Michael Knoke haben den Vincent Preis noch in weiteren Kategorien gewonnen.

Man darf gespannt sein wer beim Vincent Preis 2018 nominiert wird.

Die Gewinner in der Kategorie Kurzgeschichte
2017 Faye Hell- Alma Mater (Dark Poems, Arunya Verlag)
2016 Faye Hell- Cock sucking Vampires from Hell (Blutgrütze 1, K&K Books)
2015 Richard Lorenz - So dunkel die Nacht (So dunkel die Nacht, Edition CL)
2014 Markus K. Korb - Der Struwwelpeter-Code (Der Struwwelpeter-Code, Blitz Verlag)
2013 Vincent Voss - Eine kurze Geschichte über den Tod und den Untod (Diabolos, Luzifer Verlag)
2012 Markus K. Korb - C-M-B (Schock!, Atlantis Verlag)
2011 Michael Knoke - Die Schattenuhr (Die Schattenuhr, Blitz Verlag)
2010 Arthur Gordon Wolf - Die Dunwich-Pforte (Dunwich, Basilisk)
2009 Andreas Gruber- Die scharfe Kante des Geodreiecks (Rose Noir, Voodoo Press)
2008 Markus K. Korb - Der Nachzehrer (Grausame Städte2, Blitz Verlag)
2007 Walter Diociaiuti - Zigeuneraugen (Masters Of Unreality, Eloy Edictions)

Zigeuneraugen  (Zwielicht Classic 2) und Eine kurze Geschichte über den Tod und den Untod  (Zwielicht Classic 11) wurden übrigens auch wieder veröffentlicht.

Vincent Voss (Interview)

Michael Schmidt: Es ist  Marburg Con , dicht gedrängt finden sich Bücherzombies, Buchstabenghouls und Illustrationsvampire. Mitten drin ste...