Donnerstag, 4. April 2019

Interview mit Erik R. Andara



Stell dir einen schlichten, schwarzen Raum vor, zwei sich gegenüberstehende blutrote Kanapees, einen schlichten, weiß lackierten Tisch, eine weiße Vase mit einer schwarzen Dahlie. Im Hintergrund hören wir Trent Reznor:https://www.youtube.com/watch?v=Hwvata_ZoxM

VV: Moin Erik, schön, dass du heute hier bist. Nimm bitte Platz. Was magst du trinken?

E.R.A.:  Hallo Vincent, freut mich, hier sein zu dürfen. Hmmm, ich denke, ich nehme einen Kaffee mit heißer Milch und Milchschaum, wenn so etwas da ist, eine Melange, wie man bei uns in Wien sagen würde.


VV: Du bist zwei Mal in der Endrunde des Vincent Preis! Einmal ist dein Buch „Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel“ für die beste Storysammlung nominiert und zum anderen bist du mit deiner Illustration zu NextWeird für die beste Horror-Grafik vorgeschlagen. Wie fühlt sich das an? 




E.R.A.: Naja, nachdem das ja meine allererste Nominierung für einen Literaturpreis ist, fühlt sich das schon äußerst gut an. Es lässt mich in aller Deutlichkeit wahrnehmen, dass meine Geschichten auch wirklich bei den Lesern und Leserinnen ankommen und geschätzt werden,  und nicht irgendwo dazwischen im Nirvana des Ungelesenseins verpuffen. Ich verfolge den Vincent-Preis als Genrepreis ja jetzt schon ein Weilchen, und gleich mit meinem allerersten Buch auf die Shortlist zu kommen, ist schon eine besonders freudige Überraschung.


VV: Erzähl uns doch erst einmal etwas über Next Weird. Wie kam da die Zusammenarbeit zustande und wie bist du da vorgegangen?


E.R.A.:  Sofort als mir mein Verleger und Freund Tobias Reckermann das erste Mal erzählt hat, was das Next Weird werden soll, und was er damit plant, war ich regelrecht von den Socken. Ich habe umgehend erkannt, dass er damit auf dem deutschsprachigen Raum neuen Boden bestellen wird, indem er wirklich wichtige moderne Weird Fiction, und zwar nicht irgendwelche,  sondern die großen Namen aus dem amerikanischen Raum, teils das erste Mal überhaupt in deutscher Übersetzung zu uns holt. Das ist schon ein dickes Ding, und ich wünsche mir, dass ganz ganz viele SchauerliteraturliebhaberInnen da draußen bald erkennen können, was er damit vollbracht hat. Für mich ist das nämlich wahre Pionierarbeit, wie es sie schon länger in dem Bereich nicht mehr gegeben hat. Auf jeden Fall hat damals bereits ein Cover existiert, ein ziemlich vortreffliches noch dazu, das er aber dann aus diversen Gründen leider nicht benutzen konnte. Als ich davon erfahren habe, habe ich mich sofort angeboten, ihm ein neues zu illustrieren, und war geehrt, als ich das dann auch wirklich tun durfte. Wie gesagt, Geschichtensammlungen wie das Next Weird in seiner visionären Konzeption kommen nicht alle Tage, das ist schon ein Ding, da dabei sein zu dürfen. In Rücksprache mit ihm habe ich dann vier Vorabskizzen erstellt, dabei hat sich schnell herauskristallisiert, was davon er gerne hätte, und dementsprechend ist dann das Cover zustanden gekommen. Ich freue mich noch immer wahnsinnig, dass ich für all die unglaublich großartigen Schriftsteller im Next Weird das Zierblatt stellen durfte.










VV: Zu deinem Erzählband hast du auch das Cover illustriert. Wie ist das eigentlich, wenn man seine eigenen Gedanken visualisieren kann? Macht das zufrieden oder raubt einen der Perfektionist den Schlaf?


E.R.A.: Um ehrlich zu sein, würde ich das inzwischen eigentlich lieber nicht mehr machen, es ist halt nach wie vor die praktischste und vor allem kostengünstigste Methode, um meinen Geschichten das visuelle Mäntelchen zu verpassen, das ich mir am ehesten dafür vorstellen kann. Ich arbeite ja bereits seit 2000 als Illustrator und Kunstmaler, aber in den letzten Jahren bin ich mit dem Schreiben immer glücklicher geworden. Am liebsten würde ich meine Zeit nur noch ins Schreiben stecken und empfinde dann die illustrative Arbeit leider oft als zeitraubend. Es macht mir natürlich nach wie vor Freude, aber nicht ansatzweise so viel Freude, wie ein Buch zu schreiben, das ist die wahre Crux für mich dabei. Jede Stunde, die ich nicht meinen Manuskripten oder lesend einem guten Buch widmen kann, ist derzeit eine verlorene Stunde für mich. Vielleicht ändert sich das ja irgendwann wieder.


VV: Ist eigentlich erst das Bild und dann die Idee oder umgekehrt?


E.R.A.: Zuerst ist IMMER die Idee in meinem Kopf. Das war eigentlich schon zu der Zeit so, als ich noch viel mehr gezeichnet und gemalt hab. Zuerst  kam die Idee und dann erst habe ich mich an die Konzeptionierung und Ausarbeitung gemacht – früher mit Stift und Pinsel, heutzutage mit der Tastatur.


VV: So, ich sehe ich presche wieder sofort los. Sorry. Erik, wer bist du eigentlich? Lebst du von deiner Kunst oder gibt es noch einen Brotjob?

E.R.A.: Ich arbeite momentan intensiv daran, von meiner Schreiberei zu leben. Aber jeder, der das schon einmal versucht hat, weiß, zu welchem Kampf gegen Windmühlen das führen kann. Zurzeit bringt mir das Schreiben noch wirklich wenig Geld, viel zu wenig um davon leben zu können. Ich hoffe, dass sich das bald ändern wird – so bald als möglich. Wie gesagt, bin ich niemals in meinem Leben glücklicher, als wenn ich an der Tastatur klebe und Geschichten schreibe, okay, ein gutes Buch zu lesen kommt dem schon sehr nahe. Durch Illustrationsarbeiten, die ich ja aus monetären Gründen immer noch hin und wieder betreibe, kommt auch ein bisschen was dazu. Und was ich sonst noch so brauche, verdiene ich mir in Teilzeitjobs, vor allem in der sozialen Betreuung von ehemals obdachlosen und suchtkranken Menschen. Da leite ich mitunter auch Zeichenkurse, Hauszeitungen und andere diverse kreative Projekte, dazwischen gehe ich schon auch mal als Streetworker auf Tour. Immer gerade so viel, dass ich Wohnung, Nahrung und Medizinisches bezahlen und meinen geliebten Hund Melvin versorgen kann. Alles andere läuft für mich unter Luxus und ist die die erzwungene  Absenz von meinen Manuskripten nicht wert.

VV: Und wie kommt deine Begeisterung für Horror?  

E.R.A.: Ich habe da einmal einen Artikel dazu geschrieben, vielleicht darf ich den hier lassen. Er ist auf Meiner Facebook-Seite zu lesen

Darin beschreibe ich, wie ich schon in jungen Jahren das richtige, also das metaphysische Fürchten, aus einem Buch voller Schauergeschichten erlernt habe. Darin waren unter anderem Erzählungen  von Bloch, HP Lovecraft und Ambrose Bierce enthalten. Dieser formidable literarische Terror, der die Seele zu erweitern vermag – wie es Ann Radcliffe in ihren Schauertheoremen so trefflich nennt – der hat sich mir schon jung in die Seele geprägt und seitdem nicht mehr losgelassen.


VV: Gibt es innerhalb des Genres bestimmte Vorlieben? Wenn ja, warum?


E.R.A.: Ja, die gibt es ganz eindeutig: mein Herz gehört der modernen Weird Fiction, jener Art von Schauergeschichten, die hierzulande leider von allen Seiten überaus stiefmütterlich behandelt wird. Wenn man erst einmal Leute wie John Padgett, DP Watt, Laird Barron, Stephen Graham Jones, TE Grau und wie die großen aktuellen Vertreter der Gattung noch heißen, gelesen hat, dann versteht man mich vielleicht. Sie schaffen es, die Grenze zwischen Alltag und Andersartigkeit, Vertrautheit und Bedrohlichkeit, Harmonie und Disharmonie nur durch ihre geübte Sprache derart gekonnt zu verwischen, dass man nicht anders kann, als sich während des Lesens voller Genuss davon aufsaugen zu lassen, und diese Erfahrung zwangsläufig aufs eigene Leben in all seiner glorreichen Absonderlichkeit umzumünzen. Obwohl von Leuten, die es nicht besser wissen können, oft und gerne ein scharfer Strich zwischen sogenannter Hochliteratur und Phantastik gezogen wird, ist gerade die Weird Fiction ein Beweis dafür, dass es diese artifizielle und philisterhafte Unterscheidung de facto nicht gibt.


VV: In deinem Erzählband sind die Protagonisten alle leidend, gebrochen, tragen ein schweres Schicksal mit sich herum. Man könnte meinen, dann ist die Fallhöhe zu gering, aber du quälst sie dann ganz ordentlich. Woher kommt deine Begeisterung für gebrochene Charaktere, wo doch alle gerade nach Superhelden verlangen?


E.R.A.: Ich bin zwar erst junge 42, aber behaupte, dass ich bislang ein sehr bewegtes Leben geführt habe, im Guten genauso wie im Schlechten. Ich habe dabei vor allem gelernt, dass gerade gebrochene Menschen dem, was ich jetzt einmal Wahrheit nennen will – was immer das auch bedeutet mag – am nächsten kommen. Und ich habe auch gelernt, dass immer, egal in welcher Lebenslage auch, Schönheit zu finden ist. Oft ist sie noch viel intensiver wahrzunehmen, wenn die Umgebung finster ist und sie dadurch hell darin erstrahlen kann. Dazu muss man aber erst einmal das Licht rundherum erlöschen lassen. Das sind meiner Meinung nach die aufrichtigen, die interessanten Charaktere. Figuren, die auf dem harten Weg gelernt haben, wer sie selbst sind, oder das eben noch auf dem harten Weg lernen müssen. Und dabei spreche ich nicht von körperlichem Schmerz oder fleischlicher Grausamkeit, es geht mir nur um den Geist, nur darum, Perspektiven und Sichtweisen zu hinterfragen. Da wären wir dann auch wieder beim bittersüßen Terror, dem man am besten ein paar Tropfen intensiven Horror beimengt; aber gerade genug, dass man ihn im Bouquet erahnt, dann stimmt die Mischung für mich, um eine aufrechte, eine bewegende und eine Geschichte mit Relevanz zu erzählen.


VV: Darf ich verraten, dass ich deine Erzählungen, deine Art zu erzählen sehr schätze? Gerade bei deinen ersten beiden Geschichten findet ein großer Wechsel statt. Raumflucht hatte etwas von Poe und Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel hat mich in meine damalige ausufernde Begeisterung für Akira zurückversetzt. Kommt das intuitiv und passiert das einfach?


E.R.A.: Jein, würde ich gerne darauf antworten. Ich lese viel und intensiv, und oft genug stoßen gute Geschichten meine eigenen Erzählungen an. Da nehme ich dann natürlich die Töne und  Motive aus ebenjenen Geschichten mit, und versuche sie durch Variation zu meinen eigenen zu machen. Teilweise passiert das sicherlich intuitiv, dann aber auch schon einmal geplant. Alles, was mir nützt, um eine gute Geschichte zu erzählen, wird eingepasst und verbaut, da kenne ich wenige Hemmungen.



VV: Plottest du?


E.R.A.: Hmm, ja, aber ich stelle quasi nur Stützpfeiler für die Kulissen und Türen auf, durch welche meine Protagonisten müssen, um ans Ziel zu gelangen. Wie sie dorthin kommen, überlasse ich ihnen gerne selbst. Dadurch, dass ich ihnen eigene Entscheidungen zugestehe, kann ich mich auch gleichzeitig davon überzeugen, dass sie lebendig genug sind, um für die Geschichte zu funktionieren. Es gibt für mich in Geschichten kaum etwas Schlimmeres, als Figuren, an denen man die Fäden erkennen kann, anhand derer der Autor oder die Autorin sie durch den vorgeplanten Plot schleift. Was ich allerdings betreibe, ist penible Recherchearbeit über alle Themen und Elemente, die meine geplante Geschichte enthalten soll. Dadurch ergeben sich viele Dinge darin ganz von selbst, ohne dass man sie zuvor großartig festlegen muss.


VV: Nochmal zurück … was hat es mit deinem Titel auf sich? Welche Aussage steckt dahinter?


E.R.A.: „Am Fuß des Leuchtturms ist es dunkel“, das ist ein japanisches Sprichwort, das vor allem als Warnung vor Untiefen zu verstehen ist, vor denen man sich aufgrund ebenjenes Leuchtturms allzu sicher fühlen könnte. In der titelgebenden Geschichte liegen diese Untiefen eben in den Sozialen Netzwerken und auch der Vergangenheit des Protagonisten.




VV: In deiner letzten Geschichte „Nachtzug nach Carcosa“ beziehst du dich auf Richard W. Chambers´ „Der König in Gelb“. Eine sehr atmosphärische Erzählung, die aktuell sehr oft in verschiedenen Kontexten referiert wird (True Detective).  Was fasziniert dich daran? Übrigens fand ich die Hommage mehr als gelungen! Und vor allem modern und eigen.


E.R.A.: Danke für das große Lob, Vincent. Es ist, glaube ich, vor allem der Interpretationsspielraum, den dieser oberflächlich so ikonische König in Gelb bietet. Etwas, das ja auch H.P. Lovecrafts Mythos meiner Meinung nach so gut altern hat lassen. Es fallen stets bloß vage Beschreibungen einer unfassbaren Wahnsinnigkeit, eines nicht einzuordnenden Irrsinns. Um Chambers selbst zu zitieren:

“Camilla: You, sir, should unmask.

Stranger: Indeed? 

Cassilda: Indeed it’s time. We all have laid aside disguise but you. 
Stranger: I wear no mask. 

Camilla: (Terrified, aside to Cassilda.) No mask? No mask!“


Keine Maske – was immer man sich auch darunter vorstellen mag, das wird da darunter liegen. Da ist zu einer Hand das deutliche Signal seines zerrissenen gelben Mantels, der die Vorstellungskraft beflügelt, und zur anderen Hand das Darunter, das Darüber, das Nebenher und das Dazwischen, da liegt diese formidable leere Leinwand einer Maske, die keine Maske ist. Wie könnte man so eine Möglichkeit auslassen, auf so ein bekanntes Stück eine ganz eigene Variation zu verfassen. Oder bessergesagt, die unzähligen Möglichkeiten darauf zu variieren. Ich möchte nicht ausschließen, darauf noch einmal zurückzukommen, dafür ist diese königliche Erscheinung der zelebrierten Wahnwitzigkeit viel zu gut. Dass ich True Detective geliebt habe, hat mich NATÜRLICH in diesen Ansichten gestärkt. Aber da hatte ja auch einer der großen aktuellen Weird Fiction Schriftsteller – wenn nicht der größte überhaupt –, nämlich Laird Barron, indirekt seine Finger drin. 

VV: Gibt es etwas Übersinnliches in deinem Leben das dich geprägt hat?

E.R.A.: Ich möchte behaupten, dass ich zeit meines Leben sehr fasziniert davon war, die Dinge zu hinterfragen, und oft genug darauf gestoßen bin, dass ab einer gewissen Ebene rein rationale Antworten nicht mehr genügen KÖNNEN.  Das hat mir schon jung mannigfaltige Erfahrungen beschert, die dann eben auch nicht rein rational erklärbar waren. Noch dazu mochte ich die Nacht schon immer lieber als den Tag, den Sommer immer schon lieber als den Winter, in der Abwesenheit von Licht verstärkt sich sowas schon einmal. Ob man das dann als übernatürlich bezeichnen soll? Ich weiß nicht. Wahrscheinlich ja, also ich bin auf meiner Suche nach Antworten schon immer vom Okkultismus angezogen worden, da lernt man dann manche Dinge anders zu sehen.  Das verhält sich aber auch so, wenn man religiös oder einfach nur psychisch krank ist. Wann man lang genug an den eigene Wahrnehmungen bohrt und sägt und hämmert, dann wird man irgendwann dahinter auf eine vermeintlich Leere stoßen, die erforscht werden möchte. Ich denke, dem liegt eine allgegenwärtige Sinnfrage zugrunde, die uns als Menschen begleitet. Verzeih bitte, wenn ich hier nicht konkreter werde, aber ich befürchte, diese Frage zu beantworten würde mich zu Ausschweifungen veranlassen, für die hier nicht der Platz ist. Vielleicht beim nächsten Gespräch. Vielleich nur so viel noch: ja, ich glaube, dass das, was wir wahrnehmen und uns als Konsensrealität zurechtgelegt haben, fadenscheiniger ist, als man das gemeinhin annehmen möchte. Da muss man nur einmal auf die eine oder andere Art gebrochene Menschen fragen, wie sie das sehen. 

VV: Gibt es DAS Böse?


E.R.A.: Nein. Das Böse ist immer eine Frage des Standpunkts, ebenso wie das Gute. Oder mit einem bekannten Zitat: was für die Fliege Chaos ist, ist Ordnung für die Spinne. Diese Einsicht hilft einem halt wenig, wenn man gerade die Fliege ist.


VV: Erik, es steht ein weiterer Roman in Zukunft von dir an … kannst du dazu schon etwas verraten? Zum Beispiel, was es mit dem Titel auf sich hat? ;)

E.R.A.: Ja, mein lange herbeigesehnter Debütroman steht zur Veröffentlichung am 31, Mai an. Er wird in einer limitierten Erstauflage von 150 Stück erscheinen und bis Ende April kann man ihn noch vorbestellen. Dazu am besten auf die Seite des NIGHTTRAIN, meines Verlags gehen, unter: Im Garten Numen.
Dort findet man alle benötigten Informationen zum Buch.
Ich persönlich denke, „Im Garten Numen“, so wird der Roman heißen, ist das bisher ausgereifteste Buch, das ich geschrieben habe. Ich habe all meine Schreiberfahrung der letzten 14 Jahre genommen, mich um eine erstklassige Lektorin umgesehen und mit ihrer Unterstützung diese Geschichte erzählt. Dabei habe ich versucht, ganz viele Erwartungshaltungen, die man allgemein entsprechenden Büchern entgegenbringt, irgendwo unterwegs zu brechen und ad absurdum zu führen, gleichzeitig aber auch soviele als möglich davon zu erfüllen. Ich in echt schon gespannt, wie das angenommen wird. 

Es handelt von einem Vater, der im Waldviertel, einer ländlichen Gegend Österreichs, nach seiner verschwundenen drogenkranken Tochter sucht und dabei Wege in die Finsternis entdeckt, die er aus seiner eigenen Vergangenheit nur allzugut kennt.

Das „Numen“ steht für den göttlichen Willen, das stets bestimmende, gestaltlose Göttliche, dem man sich keinesfalls entziehen kann, der Garten hingegen … naja, am besten selbst sehen. Unter dem zuerst genannten Link gibt´s eine Leseprobe, ich denke, dass man dort bei Interesse schnell erkennen kann, was einen erwartet.

VV: Vielen Dank, dass du da warst. Ich hoffe, wir lesen noch viel, viel mehr von dir und rücken dir die Daumen für den Vincent Preis!


Ich habe zu danken, Vincent, es war mir eine Freude.
Und zum Abschluss gibt es bei mir immer noch die ...




Bullets (Wie aus der Pistole geschossen …)


VV: Das Buch, das dich am meisten bis heute geprägt hat?

E.R.A.: „Das Schloss“ von Franz Kafka

VV: Stadt oder Land?




E.R.A.: Stadt




VV: See oder Meer? 

E.R.A.: Meer


VV: Du dürftest ein Monster oder Schurke sein. Wer oder was wärst du?



E.R.A.: Doctor Doom


VV: Zombie oder Vampir?

E.R.A.: Vampir




VV: Warum?




E.R.A.: Weil ich es mir wundervoll vorstelle, alle Zeit der Welt zu haben, um zu beobachten, was man beobachten möchte, aller Bücher zu lesen, die man lesen möchte, und der Welt dabei zusehen kann, wie sie verändert, während man selbst stillsteht. Gerade diese Vorstellung hat mich in jungen Jahren besonders zu Anne Rices Büchern hingezogen. Und weil ich Vampire einfach für ästhetische Geschöpfe halte, egal in welcher Derivation.




VV: Du dürftest ein Horrorbuch deiner Wahl verfilmen? Welches wäre das und mit welcher Besetzung?

E.R.A.:  Oh, ich schaue kaum Filme, ich befürchte, bei dieser Frage fällt mir nicht viel ein. Vielleicht „Mountains of Madness“, in dem Guillermo del Toro nur Kulissen, Kostüme und Masken beisteuert, während ein anderer Regisseur sich um die Darbietung der  Geschichte kümmert.

VV: Kakerlake oder Spinne ?

E.R.A.: Kakerlake

VV: Eine Widmung, die du gerne schreiben würdest, man das aber nicht machen kann?




E.R.A.: Ich widme gerne mit „Erik starb für Deine Sünden“, ich bin mir sicher, dass da einige schon genug Anstoß daran nehmen würden. 

VV: Musik, Musik, Musik, drei Interpreten/Band, die du immer hören kannst?

VV:  The Melvins, Rachmaninoff und Earth

VV: Schreiben ist für mich …?

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