Montag, 14. Juni 2010

Interview mit Susanne Jaja

Vincent Preis: Hallo Susanne, stelle dich doch mal kurz vor. Wer steckt hinter dem Namen Susanne Jaja.


Susanne Jaja: In Stichworten zusammengefasst: Geboren 1964 in Bremen, verheiratet, drei Kinder, arbeitet und lebt in Stuhr (nahe Bremen). Malt und zeichnet und kreativt schon immer. Hat das zwar nie studiert, macht aber trotzdem.

Vincent Preis: Dein Titelbild „Zwielicht“ wurde für den Vincent Preis nominiert. Was bedeutet dir diese Nominierung?

Susanne Jaja: Das war eine schöne Überraschung, über die ich mich sehr freue!

Vincent Preis: Gönne uns doch mal ein Blick in deine Kreativwerkstatt. Wie ist das Cover zu Zwielicht entstanden?

Susanne Jaja: Oje, das ist schon so lange her ... Ursprünglich hatte ich das Bild für ein Projekt der Leselupenbücherei gemacht, dort sollte es 2007 (?) den dritten Band der Krimi&Horror-Reihe unter Michael Schmidts Herausgeberschaft schmücken. Leider kam die Anthologie dann aber nicht zustande, und das Bild landete zunächst in den dunklen Tiefen meiner virtuellen Ablage. Was ich sehr schade fand.

Das Bild ist in meiner zu jener Zeit bevorzugten Art und Weise entstanden - eine Kombination aus (stark) bearbeiteten Fotoelementen und digital gemalten Bestandteilen. Angler, Steg, Spiegelungen und Wellen auf dem Fluss, das schattige Ufer, die Vögel und diverse Schatten sind gemalt, das Flussfoto so bearbeitet, dass aus einer Tagaufnahme ein Nachtbild wurde, der Mond und das Monster reinmontiert, Nebelbänke draufgemalt ... Alles in allem sind es an die drei Dutzend Einzelelemente, aus denen sich das Bild zusammensetzt (ein paar dicke Vogelspinnen waren auf Wunsch von Michael auch mal dabei, die durfte ich dann aber zum Glück wieder wegmachen ... ;-))

Vincent Preis: Zu Zwielicht 2 hast du auch das Cover erstellt. Das Motiv ist aber vollkommen anders. Wie kam es dazu?

Susanne Jaja: Es ist in meiner aktuell bevorzugten Arbeitsweise entstanden: als reine Malerei. Dass zwischen den Bildern für Zwielicht 1 und 2 ungefähr vier Jahre liegen, sieht man natürlich. Die Idee, den Titel "Zwielicht" für den zweiten Band wortwörtlich zu nehmen und mit zwei verschiedenfarbigen Lichtern darzustellen wäre in meiner früheren Technik aber ohnehin sehr schwierig umzusetzen gewesen.

Vincent Preis: Wie erstellst du deine Bilder? Per PC oder benutzt du Bleistift und Pinsel?

Susanne Jaja: Überwiegend male ich digital - auf dem Grafiktablett am PC in Photoshop oder Painter. Vorzeichnungen mache ich aber oft mit Papier und Bleistift. Aquarell-, Öl- und Acrylfarben hole ich immer seltener aus dem Schrank (... sollte da mal wieder ran, wirklich ...)

Vincent Preis: Was bedeutet dir das Horrorgenre und bist du auch in anderen Richtungen aktiv?

Susanne Jaja: Das gesamte Gebiet der Phantastik interessiert mich - ganz besonders allerdings eher die Science Fiction. In der Horrorliteratur liegt heutzutage besonders der schwarze Humor von z.B. Roald Dahl auf meiner Wellenlänge, in Jugendtagen habe ich mich auch liebend gern mit "Professor Zamorra" und anderen Gespenster-Groschenheftromanen gegruselt. Ansonsten findet das Horrorgenre bei mir vor allem in Filmkunst Interesse - Alien, Die Fliege, Event Horizon, die Klassiker - von E.A.Poe-Verfilmungen bis Dracula und Co. - Christopher Lee, Vincent Price ...

Vincent Preis: Was dürfen wir in nächster Zeit noch von dir erwarten?

Susanne Jaja: Dass meine Webseite endlich fertig wird. Einfach mal von Zeit zu Zeit nachgucken unter www.susannejaja.de. Dieses Jahr wird's! Dort werde ich dann auch all die anderen lohnenden Neuigkeiten aus meiner Werkstatt ausbreiten. Ansonsten bleibt mir derzeit neben dem Geldverdienen mit Illustrationen für private Buchprojekte nur wenig Zeit. Aber falls es mal was im Bereich der Phantastik sein soll: Anfragen sind jederzeit willkommen!

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