X von Lennox Lethe und andere Programmpunkte
X von Lennox Lethe gewann den Vincent Preis 2025, erschienen in der Anthologie "Mystische Gewässer".
Da ist es spannend, dass die Geschichte auf dem Bucon 2026 gelesen wird:
"X" (beste Kurzgeschichte - Vincent Preis 2025)
Lennox Lethe
15:00 Uhr – 15:25 Uhr, Raum der Wünsche
Lesung
Überschwemmungen sind immer schlimm - egal, wo sie passieren. Menschen verlieren oft ihr ganzes Hab und Gut, manchmal leider auch ihr Leben. Diese Überschwemmung birgt aber noch eine andere Gefahr. Und das müssen die beiden Feuerwehrleute, die die Häuser nach Rückgang des Wassers durchsuchen und ggf. freigeben sollen, am eigenen Leib erfahren. In einem Haus nämlich, in dem sie eine im WC ertränkte Leiche finden und das eigentlich verlassen sein sollte, tut sich was. Und es hat es auf die beiden abgesehen. Ihr denkt jetzt an ein Tier, ein Monster, das angeschwemmt wurde und Jagd auf Menschen macht? Weit gefehlt - ganz weit. Was das Wasser bewirkt hat, erfahrt ihr in "X" von Lennox Lethe aus der Anthologie "Mystische Gewässer".
Wem das noch nicht für einen Besuch reicht, dem darf gesagt werden, um 19:00 Uhr gibt es einen weiteren Highlight:
Verlegergeplauder für Torsten Low
Jürgen Eglseer, Marc Hamacher
16:00 – 16:55 Uhr, Basement
Diskussion
Torsten Low hat das Verlegergeplauder geliebt. Er hat es zu Coronazeiten online erfunden. Und deswegen ziehen Jürgen Eglseer und Marc Hamacher es durch. Sie laden euch ein, um gemeinsam über Torsten Low zu reden, ihm zu gedenken und unsere Erinnerungen an ihn zu feiern. Lasst uns gemeinsam Lachen, ein bisschen Weinen, traditionell ein wenig Likör nippen und einfach das machen, an dem Torsten immer Freude hatte. Ihr könnt mit uns eure Torsten-Anekdoten austauschen, oder einfach nur zuhören.
Zerrissen
Deutsche Lovecraft Gesellschaft e.V.
17:00 – 17:25 Uhr, Kegelbahn
Lesung
Leutnant Campell hat alle Grauen des ersten Weltkrieges erlebt, die man sich vorstellen kann. Doch bei dem Kampf um Cambrai stößt er auf etwas, dass alles, was er bis jetzt gesehen hat, in den Schatten stellt. Ein Schrecken, der ihm so tief in Mark und Bein fährt, dass er seine Seele und die Realität zu zerreißen droht.
Anna Riedls liest live ihren Beitrag zu „Horrorlogium“ — einem Kurzgeschichtenband der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, der Zeit und kosmischen Schrecken neu vermisst. Anna hat bereits einige Geschichten auf der E-Book-Plattform Wattpad veröffentlicht.
"Horrologium" versammelt 10 von fast 100 Einsendungen aus dem deutschsprachigen Raum, die in dystopische Zukünfte im Zeichen des Cthulhu führen oder die Frage aufwerfen, welche Opfer für wissenschaftlichen Fortschritt in Kauf genommen werden müssen oder was das Ich eigentlich ausmacht. Gemeinsamer Nenner aller Texte: eine zeitgemäße, klaustrophobische Interpretation des kosmischen Horrors.
Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen
Erik Hauser
17:00 – 17:25 Uhr, C2
Lesung
Sie leben unerkannt unter uns – unsere Nachbarn, Freunde, Mitmenschen. Doch wehe, wenn ihr wahres Wesen ans Licht kommt! In einem kleinen hessischen Dorf zur Zeit der Napoleonischen Kriege häufen sich seltsame Morde. Die Dorfbewohner glauben an einen Werwolf, und zwei Märchenforscher aus Kassel bestärken sie in diesem Verdacht. Doch ist der Schuldige wirklich der, für den sie ihn halten? („Wer hat Angst vorm bösen Wolf?“)
Eine Schulklasse macht sich auf die Jagd nach schwachen, verwirrten Vampiren, ausgemergelte Gestalten, die im hellen Tageslicht hilflos durch den Wald irren. Doch als ein Gewitter heraufzieht und die Nacht anbricht, ändert sich die Lage. („Die Jäger und die Gejagten“)
Gregors bester Freund Sebastian hat angeblich einen Vampir im Keller des mehrstöckigen Mietshauses gefunden. Glaubt Gregors Vater zu Beginn noch, Sebastian flunkere nur, verdichten sich allmählich die Anzeichen, dass Vampire mehr als nur mythologische Gestalten sind und nicht alles, was Sebastian erzählt, gelogen ist. („Sebastians Vampir“)
Im verfallenen „Hexenhaus“ am Stadtrand treffen sich die älteren Jungen und Mädchen des Ortes zu ausgelassenen Parties und gruseligen Rendezvous. Als die kleine Nele zusammen mit ihrem Bruder, seinem Freund Robbie und Kim, der Neuen in der Klasse, eines Nachts in das Haus einsteigen, begegnen sie einem Grauen ganz anderer Art. („Annabelle“)
Erik Hauser: Von Werwölfen, Vampiren und anderen Mitmenschen. Ashera-Verlag. 2024 Taschenbuch: 220 Seiten - 16,90 €, ISBN 9783910587182
Erik Hauser ist als Autor, Übersetzer und Herausgeber im Bereich Phantastik seit längerem aktiv. Sein Debutroman Das Erbe der Wölfe (Fabylon 2022) schaffte es auf die Longlist des Phantastikpreises der Stadt Wetzlar. Ein ironischer Unterton und skurrile Situationen kennzeichnen viele seiner Texte, unter anderem die Erzählsammlung Jenseits des Rheins (Agiro, 2016)
Das verlorene Haus
Sophia Rosenberger (Deutsche Lovecraft Gesellschaft e.V.)
17:30 – 17:55 Uhr, Kegelbahn
Lesung
Sophia Rosenberger, Weird-Fiction-Autorin und eine der Hosts des Podcasts „Ruhe im Saal - Das Filmgericht“, liest live aus „Horrorlogium“ — einem Kurzgeschichtenband der Deutschen Lovecraft Gesellschaft, der Zeit und kosmischen Schrecken neu vermisst. Ihre Erzählung "Das Verlorene Haus" folgt einem Oxford-Journalisten, der ein Haus erbt, das ihn Stück für Stück aus der Wirklichkeit reißt. Atmosphärisch, präzise und mit einem Gespür für langsame Katastrophen webt Rosenberger eine Gegenwart, in der das Alltägliche jederzeit in unfassbare Weite kippen kann.
"Horrologium" versammelt 10 von fast 100 Einsendungen aus dem deutschsprachigen Raum, die in dystopische Zukünfte im Zeichen des Cthulhu, das Vorzimmer Gottes und die Schattenseiten wissenschaftlichen Fortschritts führen. Gemeinsamer Nenner aller Texte: eine zeitgemäße, klaustrophobische Interpretation des kosmischen Horrors.
Zombie Zone Germany
Carolin Gmyrek u.a.
18:00 – 18:55 Uhr, Basement
Lesung
Deutschland 2021. Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen zu den Nachbarländern. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen über den Grenzstreifen. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt. Die wenigen Lebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Durch die Städte wälzen sich untote Leiber. Großstädte wie Berlin sind wahre Zombie-Moloche. Vor der Nord- und Ostsee patrouillieren alliierte Flottenverbände der NATO, um eine Flucht der Überlebenden und ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern.
Deutschland ist tot – untot. Sie kamen über Nacht. Die ersten Sichtungen und angsterfüllten Hilferufe erreichten die Öffentlichkeit am 06. Mai 2020. Sie wühlten sich aus feuchten Gräbern – kürzlich Verstorbene und von Verwesung gezeichnete Leiber. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über Dörfer her und jeder Biss in weiches, lebendes Fleisch nährte ihre Gier und füllte die widerlichen Reihen mit weiterem jagendem Tod.
Panik, Flucht und Hysterie waren die Folge, aber es gab auch Solidarität und kleine Funken der Hoffnung. Die Ausrufung des Notstandes im Sommer 2020 und große Bundeswehreinsätze im Inneren konnten die Ausbreitung der Untoten nicht verhindern. Im März 2021 einigten sich die Europäische Union, NATO und Vereinten Nationen nach vergeblichen Versuchen, die Epidemie zu bekämpfen, darauf, Deutschland unter eine komplette und umfassende Quarantäne zu stellen. Nichts und niemand sollte das verseuchte Land der Toten verlassen.
Deutschland 2022. Die Anzahl der Lebenden ist gering. So gering wie ihre Aussicht auf Überleben. Und doch haben sich letzte Bastionen verzweifelten, menschlichen Lebens gebildet …
Die Reihe "Zombie Zone Germany" widmet sich den Menschen, die in der Quarantänezone leben – überleben. Das Besondere der Reihe ist der Lokalkolorit der Autor*innen, die ihre Protagonisten in ihre jeweilige Heimatregion setzen.
Die deutschsprachige Horrorkurzgeschichte
Michael Schmidt
19:00 – 19:55 Uhr, Pavillon C3
Diskussion
Deutschsprachige Horrorkurzgeschichten. Lovecraft, Zwielicht und die Storysammlungen. Der Spagat zwischen Moderne und Tradition.
Wer? Wo? Was?
Vincent Preis Initiator Michael Schmidt zeigt, wo die deutschsprachige Horrorkurzgeschichte steht und ist bereit zu einer offenen Diskussion zum Zustand der deutschsprachigen Horrorkurzgeschichte gestern und heute.
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